UN Dekade: Teilnahme an der Regionalen Tagung für Europa bei den VN

December 19, 2017
Posted by:Kaneza.org

Vom 24.- 25. November 2017 fand die Regionale Tagung der Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung für die Regionen Europa, Zentralasien und Nordamerika bei den Vereinten Nationen (VN), in Genf, statt.

Für die Teilnahme an der Regionalen Tagung reiste eine zivilgesellschaftliche Delegation aus Deutschland nach Genf. Neben der Kaneza Foundation waren folgende Organisationen vertreten: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde, Afro-deutsches Akademikernetzwerk (ADAN), Each One Teach One (EOTO) und Afrotak Cybernomads. Es waren auch deutsche Delegierte anwesend, die für das European Network for People of African Descent (ENPAD) und andere regionale Organisationen tätig sind.

Das Programm der Tagung war entlang der drei Säulen der Dekade strukturiert: Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung. Die Vorsitzende der Kaneza Foundation, Elisabeth Kaneza, nahm am ersten Panel als Sprecherin teil und betonte dabei die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Regierungen und der Zivilgesellschaft für die erfolgreiche Durchführung der Dekade. Generalsekretärin Marisa Twahirwa trug während der General Debate das Statement der Kaneza Foundation vor, welches die vollständige Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Deutschlands thematisierte und die Schaffung von entsprechenden Bildungsmaterialien in der politischen Bildung und eine Erweiterung der Angebote im Bereich der Menschenrechtsbildung forderte. Die Kaneza Foundation wies außerdem darauf hin, dass bisher ein für die Dekade zuständiges Bundesministerium fehlen würde.

Die Mitglieder der deutschen Delegation gaben für die Tagung eine gemeinsame Erklärung ab, die die Kernforderungen der afrikanischen/Schwarzen Gemeinden in Deutschland reflektiert. Im Abschlussdokument der Regionalen Tagung, die von den Mitgliedstaaten der drei Regionen verhandelt wurde, wurden Forderungen der Zivilgesellschaft aufgegriffen. Besonders nennenswert, ist das Bekenntnis zur Bekämpfung der Praxis des Racial Profiling.

Am Rande der Tagung trafen sich die Mitglieder der deutschen Delegation mit Vertretern der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Genf.

An der zweitägigen Veranstaltung nahmen Vertreter der Zivilgesellschaft, VN-Mitgliedstaaten, internationale Organisationen sowie Organe und Mechanismen des VN-Menschenrechtsrahmens teil, darunter der Ausschuss für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung (CERD) und die Expertengruppe für die Anliegen der Menschen afrikanischer Abstammung.

Das Aktivitätenprogramm der Dekade sieht die Durchführung von Regionalen Tagungen vor. Die erste Tagung, für Lateinamerika und die Karibik, fand 2015 in Brasilien statt.

Eine umfassende Dokumentation der Regionalen Tagung für Europa, Zentralasien und Nordamerika finden Sie hier.

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