Dekade

The Kaneza Initiative for Dialogue and Empowerment supports the International Decade for People of African Descent-2

Im Jahr 2001 fand die Weltkonferenz von Durban gegen Rassismus, rassistische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz in Durban (Südafrika) statt. Die Erklärung von Durban benannte erstmals und deutlich die Opfer rassistischer Diskriminierung. Die Erklärung kam zum Ergebnis, dass Menschen afrikanischer Abstammung weltweit überproportional unter rassistischer Diskriminierung leiden. Sowohl der transatlantische Sklavenhandel als auch Kolonialismus wurden als historische Ausgangspunkte für die Versklavung, Unterdrückung und anhaltende Diskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung anerkannt. Die Erklärung von Durban bezeichnete Sklaverei und den transatlantischen Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschheit.

Zu den Errungenschaften der Weltkonferenz von Durban zählt die Internationale Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung. Zwölf Jahre nach der Erklärung von Durban, am 23 Dezember 2013, wurde mit der Resolution 68/237 der UNO-Generalversammlung die Internationale Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung verkündet. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich dazu verpflichtet in dem Zeitraum von 2015 bis 2024 die Anerkennung, Rechte und Entwicklung von Menschen afrikanischer Abstammung zu fördern und rassistische Diskriminierung und institutionellen Rassismus zu bekämpfen.

Im Aktionsprogramm für die Dekade benennt die UNO-Generakversammlung konkrete Handlungsfelder und Massnahmen, die von Staaten ergriffen werden müssen, um Rassismus, rassistische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz zu bekämpfen. Die Anerkennung von Menschen afrikanischer Abstammung und die Wahrung ihrer Rechte stellen eine Priorität der formulierten Forderungen.

Das Motto der Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung lautet “Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung: Anerkennung, Gerechtigkeit, Entwicklung”. Zu den Menschen afrikanischer Abstammung, im Lichte der Erklärung von Durban, zählen Mitglieder der afrikanischen Diaspora im weitem Sinne: die Nachfahren der Opfer des transatlantischen Sklavenhandels sowie afrikanische Migranten und ihre direkten Nachkommen.  In Amerika leben rund 200 Millionen Menschen afrikanischer Abstammung. In Europa sind es geschätzte sieben bis zwölf Millionen Menschen, darunter afrikanische Migranten und Schwarze Europäerinnen und Europäer. Hier zählen Schwarze Menschen nach wie vor zu einer benachteiligten Minderheit. Sie erfahren Vorurteile, direkte rassistische Diskriminierung, stehen unter Generalverdacht (durch racial profiling), fallen fremdenfeindlichen Attacken zum Opfer und werden von qualitativen Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten ausgegrenzt. Menschen afrikanischer Abstammung sind im politischen und öffentlichen Leben deutlich unterrepräsentiert.

Die Dekade stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, um für die Historie und Situation von Menschen afrikanischer Abstammung Aufmerksamkeit zu schaffen und ihren wichtigen Beitrag für die Gesellschaften, in denen sie leben, anzuerkennen. Die Dekade bietet zudem Staaten, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft die Gelegenheit für Gleichberechtigung einzustehen und rassistische Diskriminierung ein für alle Mal abzuschaffen.

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