Workshop zur UN Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung

03-06-2016 18:00 - 05-06-2016 15:30
Engagement Global gGmbH
Lützowufer 6 - 9, Berlin, Germany

Die Vereinten Nationen haben die Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung für den Zeitraum 2015 bis 2024 ausgerufen. Das Motto der Dekade lautet „Menschen afrikanischer Abstammung: Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“.

 

Die Kaneza Initiative für Dialog und Empowerment veranstaltet in Kooperation mit der Engagement Global – Außenstelle Berlin vom 3- 5 Juni 2016 den Workshop “The Sixth Region: Die Entwicklung der Diaspora im Blickpunkt der Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung” für Multiplikator*innen aus den Bereichen Entwicklung, Migration und Bildung.

 

Folgende Fragen stehen im Vordergrund des Workshops:

 

  • Wie können die Bedarfe und Erfahrungen von Menschen afrikanischer Abstammung in Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt werden?
  • Warum ist ein Menschenrechtsansatz für nachhaltige Entwicklung notwendig?
  • Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Sklaverei und der aktuellen Situation von Migration und Flucht?
  • Wie können die gesellschaftlichen Beiträge von Menschen afrikanischer Abstammung sichtbar gemacht werden?

 

Der Workshop fördert das Capacity-Building von Multiplikator*innen aus afrikanischen/Schwarzen Communities, um sie dazu zu befähigen, das Potenzial der Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung auszuschöpfen und die nachhaltige Entwicklung von Menschen afrikanischer Abstammung voranzubringen.  Der Workshop verfolgt folgende Ziele:

 

  • Einführung in die Ziele der Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung
  • Weiterbildung über die Zusammenhänge von Menschenrechte und Entwicklung
  • Weiterbildung über internationale Instrumente für die Bekämpfung von rassistischer Diskriminierung
  • Aufklärung über die Menschenrechtssituation von Menschen afrikanischer Abstammung
  • Stärkung und Vernetzung von diasporischen Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit

 

ANMELDUNG UND WEITERER ABLAUF

 

Anmeldungen werden bis zum 31 Mai 2016 angenommen, an: contact@kaneza.org

 

Der Workshop beginnt am Freitag, 3 Juni 2016,  um 18.00 Uhr und endet am Sonntag, 5 Juni 2016, um 15.30 Uhr.

 

Nach der Bestätigung Ihrer/Deiner Anmeldung, wird die Agenda für den Workshop bereitgestellt.

——————————————–

Hintergrund

Mit der Entscheidung der Afrikanischen Union (AU) die afrikanische Diaspora als “Sixth Region” anzuerkennen, ebneten afrikanische Staaten den Weg zu engeren Beziehungen mit Menschen afrikanischer Abstammung, die jenseits des Kontinents leben. Die Schaffung der “Sixth Region” ist vor allem eine Würdigung des entwicklungspolitischen Potenzials der Diaspora: Rücküberweisungen der Diaspora übertreffen mittlerweile staatliche Entwicklungshilfe, afrikanische Migrant*innen beteiligen sich aktiv am Aufbau ihrer Heimatländer. Auch in der neuen Heimat wächst der Einflussbereich der afrikanischen Diaspora. In Deutschland fungieren diasporische Organisationen nicht nur als Brückenbauer zwischen den Kontinenten. Sie vertreten ein pan-afrikanisches Gewissen, das, einerseits, sowohl Leitbilder als auch Strukturen der Entwicklungszusammenarbeit kritisch hinterfragt. Andererseits wird eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit und institutionellem Rassismus ermöglicht, die ohne die Präsenz von Schwarzen Perspektiven nicht stattfinden würde.

 

 

Sklaverei und Kolonialismus haben weitreichende Folgen für Menschen afrikanischer Abstammung, die bis heute andauern. Das entwicklungspolitische Potenzial der afrikanischen Diaspora kann daher nicht isoliert von ihrer Menschenrechtssituation betrachtet werden. Diese hängt wiederum mit dem Ungleichgewicht zusammen, das das Verhältnis zwischen Europa und Afrika seit Jahrhunderten charakterisiert. Hinter den Rücküberweisungen verbirgt sich in vielen Fällen eine gravierende Menschenrechtssituation. Rassistische Diskriminierung versperrt Menschen afrikanischer Abstammung die Perspektive auf gleiche Chancen und Gerechtigkeit. Für afrikanische Migrant*innen besteht eine erhöhte Armutsgefährdung. Besonders Frauen und Kinder werden unbemerkt von der Öffentlichkeit Opfer von Menschenhandel und moderner Sklaverei. Auf dem Kontinent selbst wächst der Druck die eigene Heimat zu verlassen und ins vermeintlich reiche und sichere Europa zu gelangen.

 

 

images

IBAN: DE07 3906 0180 1704 0900 10 | BIC: GENODED1AAC

 

BECOME A MEMBER TODAY:

Unknown